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Tiroler Mehrwegbecher- und Geschirrverleih


Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekte spielen bei der Durchführung von Veranstaltungen eine immer wichtigere Rolle. Dabei wird auch auf den Einsatz von Mehrwegsystemen ein besonderes Augenmerk gelegt.

Land Tirol / spulanlage_-_issba / Zum Vergrößern auf das Bild klickenMit der Einführung des Tiroler Mehrweg-becher- und Geschirrverleihs startet der gemeinnützige Verein ISSBA (Initiative zur Stärkung persönlicher, sozialer und wirtschaftlicher Stabilität Benachteiligter am Arbeitsmarkt) das nachhaltige Projekt „Feste ohne Reste“ mit umweltrelevanter und sozialer Zielsetzung. Immer mehr Entscheidungsträger berücksichtigen Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekte bei der Planung und Durchführung ihrer Veranstaltungen. Qualität und Regionalität des Speisen- und Getränkeangebotes gewinnen an Wertigkeit und folgen dem gesteigerten Qualitätsanspruch der Festgäste. In krassem Widerspruch zu dieser positiven Entwicklung steht die Verwendung von Einweggeschirr und Einwegbechern. Qualitativ hochwertige Speisen aus der Region, serviert auf Pappkarton, dazu Plastikbesteck und ein weich-wabbeliger Becher (zum Einmalgebrauch produzierte Wegwerfware) passen nur schlecht zum Bild eines stimmigen Festes, bei dem sich die Gäste wohl fühlen sollen. Zurückbleibende Müllberge machen nachdenklich und lassen die Feierstimmung allzu schnell abklingen.
Aus diesem Grund haben das Land Tirol / Abt. Umweltschutz, das Arbeitsmarktservice Tirol (AMS) und der Verein ISSBA im Jahr 2011 ein Pilotprojekt für einen „Tiroler Mehrwegbecher- und Geschirrverleih“ ins Leben gerufen. Der einzige landesweit tätige Tiroler Komplettanbieter für Mehrwegsysteme hat erstmalig im Rahmen der 1. Olympischen Jugend-Winterspiele (YOG) in Innsbruck diese effektive Abfallvermeidungsmaßnahme zum Einsatz gebracht (60.000 Stück Becher und 5.000 Stück Geschirr).
Es sind in Tirol zwar vielerorts Mehrwegbecher im Einsatz, allerdings stellt das fachgerechte Waschen und speziell das Trocknen der Becher ein Problem dar. Die dafür notwendigen Anlagen gab es in Tirol bis vor kurzem nicht. Diese Investitionen (€ 190.000,- für die Spülmaschine) wurden nun in der bestehende Halle am ISSBA-Vereinssitz in Imst vorge-nommen und stellen den Kern des Tiroler Mehrwegbecher- und Geschirrverleihs dar.
Ende November 2011 wurde mit Cup Concept Austria ein Kooperationsvertrag unterzeichnet; wonach der Verein ISSBA künftig Tirol, Südtirol und Vorarlberg betreuet. Die qualitativ hochwertigen Mehrwegbecher werden von Cup Concept Austria geliefert, wobei es besonders erwähnenswert ist, dass es sich hierbei um ein österreichisches Produkt handelt.
Das Mehrwegsystem wurde den Tiroler Umweltberatern vorgestellt und stieß auf großes Interesse. Inzwischen haben der Verein Umwelt Tirol gemeinsam mit dem Tiroler Gemeinde-verband 10.000 Becher mit Logos und die Abfallwirtschaft Tirol Mitte GmbH gemeinsam mit der Innsbrucker Kommunalbetriebe AG und der Stadt Innsbruck 20.000 Becher mit Logos bestellt und diese zur Verfügung gestellt.
 
Vorteile eines Mehrwegbecher- und Geschirrverleihs:

-Essen und Trinken aus Mehrweggeschirr ist genussvoller und prägt die Festkultur

-Verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen – es werden weniger Rohstoffe, Wasser, Energie und Luft verbraucht (ein Mehrwegbecher ersetzt bis zu 500 Einwegbecher!)
-Die vergleichende Ökobilanz verschiedener Bechersysteme belegt: Selbst für das beste Einwegbecher­szenario werden doppelt so viele Umweltbelastungspunkte ausgewiesen wie für das ungünstigste Mehrwegbecherszenario!
-Das Festgelände und die Umgebung bleiben sauberer
-Die Aufräumarbeiten nach der Veranstaltung werden auf ein Minimum reduziert
-Geringe Entsorgungskosten durch Abfallvermeidung (Abfall-reduktion um ca. 90%)
-Positives Image bei Medien, Anrainern und Gästen
-Hohe Akzeptanz in der Bevölkerung
-Hoher hygienischer Standard (Keimfreiheit durch thermische Desinfektion)

Ziel des Projektes „Tiroler Mehrwegbecher- und Geschirr-verleih“ ist es, das Veranstaltungswesen Tirols zu bereichern und gleichzeitig einen aktiven und nachhaltigen Beitrag zu Umweltschutz zu leisten. Nach zahlreichen positiven Vorgesprächen mit Getränkelieferanten, Cateringunternehmen und Zeltverleihern hängt es nun von den Gemeinden, Vereinen und Festveranstaltern ab, wie sehr sie dieses vorbildliche Mehrwegsystem nutzen, damit die Anlage langfristig rentabel arbeiten kann.
 
Kontakt und weitere Informationen unter www.issba.at
 

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